Beeindruckend

29. März 2009

Also da kann man doch nicht viel dazu sagen! Habe ein Video gefunden, indem in guter alter französischer Manier improvisiert wird. Einfach toll.


Ghost composer

24. März 2009

Ich habe es ja schon immer gewusst: so entsteht zeitgenössische Musik.


Und immer wieder: Free Tier Porno

23. März 2009

So, nachdem ich meine alten alten Blockbeitrag im Zuge der „tabula rasa“-Aktion gelöscht habe, ist mein beliebtheitswert dramatisch in den Keller gestürtzt. Mal schaun, ob ich es schaffe, den Status wiederherzustellen. (Auch jetzt sind die meisten Klicks auf den Blogg durch Google-Suchen mit „free porno mit tier“  zu verzeichnen.)

Dazu sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass ich mich im gelöschten Blogg-Eintrag über die vielen netten Menschen ausgelassen haben, die mich via Mail auf potenzfördernde Mittel wie Viagra, Penis Vergrößerungen (neudeutsch „penis enlarge“ oder „penis enlargement“) und die käuflichen Damen („feuchte Bitch“) am Rastplatz in meiner Nähe aufmerksam machen möchten. Wirklich vielen herzlichen Dank! Ohne diese wichtigen Informationen wäre mein Leben zweifelsohne nicht mehr lebenswert…


Howto: Aufklärung Amoklauf

20. März 2009

Aus dem Bekanntenkreise befreundeter Lehrer fragen in letzter Zeit seltsamerweise oft „Was soll ich meinen Schülern sagen, wenn sie mich fragen, ob auch an unserer Schule ein Amoklauf geschehen kann und wie sie sich dann verhalten sollten?“.

Nun diese Frage ist doch nun wirklich nicht schwer zu beantworten:

  • Solange an einer Schule das Betreten von Waffenträgern nicht überwacht und effektiv verhindert wird (vergl. Vorgehensweise am Flughafen), kann ein Amoklauf an dieser Schule stattfinden.
  • Wenn der Fall eintritt, dass man von einem Waffentragenden bedroht wird, so sollte man diesem sowenig Anlass wie möglich geben, von seiner Waffe gebrauch zu machen.

Ist doch alles gar nicht so kompliziert. Habe übrigens folgendes Video über die Berichterstattung der Medien gefunden. Interessant, dass hier eine Krähe der anderen ein Auge aushackt.


Nachtrag

18. März 2009

Bevor ich mir gleich anhören muss, dass ich fröhliche Musik nicht ertragen kann möchte ich noch dieses nachtragen:

Auch wenn ich mit dem ausgesprochen hässlichen Klang dieser amerikanischen Orgel nicht zufrieden bin, so kann dies das Spiel von der Frau Bish ausgleichen. Mit der Frau Bish – insbesondere mit ihrer papageifarbigen Gewandung und den dazu passenden goldenen Glitzerschuhen – werde ich mich bestimmt noch ausführlich in einem eigenen Beitrag beschäftigen …


Kopfschmerzen ohne Ende

18. März 2009

Gestern Abend habe ich das Weihnachtsgeschenk für Herrn S. eingelöst: das Helmuth Lotti Konzert in der Meistersingerhalle. Nicht nur die Eintrittskarte war das Geschenk, sondern auch meine Teilnahme an dieser Veranstaltung. Eigentlich möchte ich dem Herrn Lotti künstlerisch nichts absprechen, da er für sein Genre die Voraussetzungen durchaus erfüllt, dass heißt er hat einen höheren Unterhaltungswert als Stimmschönheit (die übrigens bei weitem „Eveline“ aus dem Chor übertroffen wird).

Ich sollte vielleicht erwähnen, dass ich bereits bei einem Konzert des Herrn Lotti war: ebenfalls mit Herrn S. und ebenfalls in der Meistersingerhalle. Meine Hoffnung, die ich beim zweiten Mal – also gestern – in den Tontechniker gesetzt habe, zerschlug sich augenblicklich: Wieder war das Ziel der Veranstaltung, mit dem Gedröhne, oder besser gesagt mit den Schallwellen, die aus den Lautsprecherboxen kamen, welche drohend am linken und rechten Bühnenrand angebracht waren, die Zuhörer in ihre Sitze zu pressen. Hätte man diese unnötige Schallverstärkungsapparatur einfach weggelassen, hätte man den Konzertbesuchern ein wesentlich schöneres Erlebnis verschaffen können.

Dieser schwerwiegende Fehler, den die unverbesserlichen Tontechniker des Helmuth Lotti noch immer nicht eingesehen haben, unterstützen auch die misslungene Konzeption der gesamten Darbietung: ähnlich wie die Lautstärke auf einem gleichbleibend dröhnenden Pegel gehalten wurde, konnte auch die Auswahl der einzelnen Stücke keine wirkliche Abwechslung bieten. Alles war stets gleich laut, gleich seicht, gleich heiter. Leise, nachdenkliche und ruhige Melodien, die dramaturgisch-geschickt den Weg für schwungvollere und lautere Stücke geebnet hätten wurden fatalerweise weggelassen. Ebenso verstörend wirkte der Auftakt des Konzertes. Das erste Lied – und damit das ganze Konzert – fing mit dem nichtssagenden Satz „Und der Haifisch, der hat Zähne.“ an.

Aber meine Meinung ist angesichts der vielen alten Damen, die gestern Abend von einm sie berührenden (oder zumindest ganz nahe neben ihn stehenden) Herrn Lotti in höchst-angenehmste Erregung versetzt wurden, eher unwichtig. Ich habe jedenfalls noch nie so viele ältere Frauen (über 65) gesehen, die spontan ihre Gicht, Rücken- und Gelenkschmerzen vergasen und versuchten im Takt der Musik zu wippen.


Tabula rasa.

15. März 2009

Was macht man wenn man gerade zu viel Zeit übrig hat? Richtig. Man erfindet sich selbst neu. Das ist überhaupt eine schöne Beschäftigung. Ich kenne andere Internet-Nutzer, die das (z. B. auf den „blauen Seiten“) fast wöchentlich tun. Dagegen habe ich dort meinen Auftreten seit fast fünf jahren nicht für veränderungsnotwendig erachtet. Bei diesem Blog trifft das aber überhaupt nicht zu, da man ja gezwungen ist aktiv etwas zu tun. Davon lebt die Sache erst.

Ja ja, die immer gegenwärtige Möglichkeit einer Wandlung und der allzuhäufige Gebrauch davon zeugen doch in Wirklichkeit von nichts anderem als einer gescheiterten Existenz, die sich suchtartig immer und immer wieder neu gelobt alles besser und gefälliger zu machen. Aber gerade das Wissen um die endlose Möglichkeit des Neuanfangs schmälert die Disziplin um sein vorhaben konsequent zu verfolgen und nimmt einem dadurch unausweichlich die Möglichkeit des ersehnten Erfolgs.

Also! In anderen Ländern werden „professionelle Klageweiber“ sogar bezahlt. Apropos: Wir befinden uns ja gerade in der Passionszeit und da fällt mir natürlich folgendes Werk ein:

Ja, der Herr Bach hat es einfach verstanden eine himmlische Verbindung von Emotion und Esprit herzustellen. Ich möchte mich hier nicht ereifern die theoretischen Dimensionen dieses Werkes zu erläutern. Es geht einfach unter die Haut! Diese Musik zeigt ihre Meisterschaft durch die Stimmungen, die sie unmittelbar überträgt: Herzklopfen, Angst, Verzweiflung, Beklemmung, Hoffnung – Herzklopfen.

In theologischen Hinsicht stellt das Osterereignis auch einen Neuanfang dar…